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Nur in Pfäffikon möglich? Auch Wetzikon verdient ein echtes Zentrum!


Vorgeschichte der Initiative

2007 liess der damalige Gemeinderat die Studie "Verkehrsstudie Stadtzentrum Oberwetzikon - Variantenfächer und Grobanalyse" von der Firma Basler und Hofmann erstellen. Darin wird die Situation in Oberwetzikon analysiert und berichtet, was in der Vergangenheit bereits geschehen ist. Ausserdem werden einige Möglichkeiten diskutiert, wie die Situation im Stadtzentrum Oberwetzikon verbessert werden könnte. Schon damals wurde eine Variante von Wetzikonaktiv präsentiert, die ein verkehrsfreies Zentrum vorgeschlagen hat (siehe Seite 15). Allerdings war der vorgesehene verkehrsfreie Bereich zu gross, was zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt hätte.  Darum wurde diese Variante mit gutem Grund verworfen. Konstruktiver wäre es jedoch gewesen, wenn der Stadtrat bereits damals das Anliegen aus der Bevölkerung ernstgenommen hätte und eine umsetzbare Variante zusammen mit Wetzikonaktiv (heute Wetzikontakt) erarbeitet hätte. Dann wär diese Initative nämlich nicht mehr nötig und das ersehnte verkehrsfreie Zentrum wäre inzwischen wohl längst zur schönen Gewohnheit geworden.

Kritik an der Verkehrsstudie aus dem Jahr 2007

Für die Verkehrsstudie aus dem Jahr 2007 wurde ein viel zu kleiner Planungsbereich gewählt. Ein verkehrsfreies Zentrum in Oberwetzikon ist nur planbar im Kontext des gesamten Verkehrssystems in Wetzikon. Deshalb hat Dominik Scheibler bereits Ende 2007 einen eigenen Vorschlag verfasst und dem damaligen Stadtplaner vorgestellt. Dieser Vorschlag wurde mit Argumenten abgewimmelt, die sich im Nachhinein als falsch herausstellten.

Mit grosser Spannung wurde die Studie "Strategie Strassennetz Wetzikon" im Frühling 2019 erwartet. Darin wurden auch diverse Vorschläge für Verbesserungen des Verkehrssystems in Wetzikon, welche in den Vorjahren aus dem Parlament hervorgegangen sind, gemeinsam abgehandelt.
Leider ist das Dokument " Strategie Strassennetz Wetzikon" geprägt von vielen fachlichen Mängeln und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen für die (nicht-)Weiterbearbeitung von Verkehrsvarianten. Die Hoffnung auf eine ergebnisoffene, saubere Verkehrsanalyse im Kontext von städtebaulichen Kriterien wurde leider in keiner Weise erfüllt.  

Die Schwachstellen der Strategie Strassennetz Wetzikon (SSNW)

Die gewichtigste Schwachstelle der SSNW ist aus Sicht des Initiativkomitees, dass die Variante S3 (Spange Pappelnstrasse), welche ein verkehrsfreies Zentrum in Oberwetzikon ermöglichen würde, in einem frühen Stadium und völlig willkürlich nicht mehr weiter bearbeitet wurde. Diese Variante wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Akteuren von politisch ganz links bis ganz rechts unterstützt. Dies zeigt, dass das Anliegen eines verkehrsfreien Zentrums nicht parteipolitisch gelagert ist, sondern von ganz unterschiedlichen Bevölkerungsschichten geteilt wird. Diese Volksinitiative ist auch aus diesem Grund der einzig richtige Weg zu einem verkehrsfreien Zentrum. Eine weitere gute Variante wäre die Verkehrsführung via Binzackerstrasse und Motorenstrasse. Aber auch diese Variante wurde aus fadenscheinigen Gründen in der SSNW nicht weiterbearbeitet. Über die Gründe dieser Vorgehensweise kann nur spekuliert werden. Eine Medienmitteilung des Stadtrates vom 22.12.2014 spricht jedoch Bände. Zitat:
Keine falschen Signale setzen - "Mit dem Begehren an die Regionalplanungsgruppe Zürcher Oberland, die Verbindung Pappelnstrasse - Elisabethenstrasse in den regionalen Verkehrsplan aufzunehmen und damit eine vorsorgliche Option zur Verlängerung der Weststrasse zu schaffen, würden gegenüber den übergeordneten Instanzen und der Öffentlichkeit falsche Signale ausgesendet und damit beim Kanton für die umgehende Weiterführung des Projekts Weststrasse massgeblich Druck abgebaut. Das soll nicht geschehen. Der Stadtrat erwartet, dass sich der Kanton mit allen Mitteln für die Realisierung der Westtangente einsetzt“, so der Stadtrat in seiner Stellungnahme.
Der Stadtrat hält nach wie vor an der nicht realisierbaren Westtangente fest und blockiert damit seit Jahren eine positive Entwicklung des Verkehrssystems in Wetzikon.

Seit Jahrzehnten gesucht: Die Wetziker-Verkehrslösung

Aus diesem Grund kann diese Volksinitiative leider keinen konkreten Vorschlag zur Verkehrsführung machen, da der Wetziker Stadtrat es seit Jahren verpasst hat, die planerischen Grundlagen dafür zu erarbeiten. Dies muss nun nachgeholt werden. Sicher ist jedoch: Es gibt gute Lösungen!

Eine mögliche Umsetzung ist im nachfolgenden PDF ersichtlich.

Wie gehts Weiter nach der erfolgreichen Abstimmung?

Wenn die Wetziker*innen, diese Initiative annehmen wollen wird dies eine Reihe von Schritten auslösen. Es ist danach zuerst notwendig, die planerische Grundlage zu erarbeiten, mit welcher neuen Verkehrsführung das Zentrum am besten verkehrsfrei werden kann. Falls es eine neue Strasse dazu braucht, etwa im Fall der Spange Pappelnstrasse, braucht es dann einen Eintrag in den Richtplan. Falls dieser erfolgreich ist, muss ein Projekt ausgearbeitet werden, welches dann wiederum von den Wetziker*innen bejaht werden muss. Dazwischen gibt es noch unzählige Verhandlungen zwischen dem Stadtrat, dem Parlament und dem Kanton als Eigentümer der Hauptstrassen, die hier nicht weiter ausgeführt werden. Wichtig ist: Das Volk soll auf jeden Fall das letzte Wort haben. Mit dieser Volksinitiative wird dazu der Grundstein gelegt und ein klares Ziel definiert: Ein vom Durchgangsverkehr befreites Zentrum in Oberwetzikon